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Landfrauen aus Mecklenburg‑Strelitz hissen Flagge und setzen Zeichen zum Internationalen Frauentag

Neubrandenburg, 05. März 2026 – Ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und Solidarität setzten die Landfrauen des Kreisvereins Mecklenburg‑Strelitz e. V. anlässlich des Internationalen Frauentages vor dem Landratsamt in Neubrandenburg. Gemeinsam mit dem 1. Stellvertreter des Landrates, Arne Kröger, und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Anja Bugenhagen, hissten sie die Frauentags‑Flagge.

An der Veranstaltung nahmen neben den Landfrauen auch Vertreterinnen und Vertreter der Lenkungsgruppe des Gleichstellungsnetzwerkes aus dem Müritz‑/Mecklenburgischen Seenplattenraum sowie aus Neubrandenburg, engagierte Bürgerinnen und Bürger und einzelne Unternehmen aus dem Landkreis teil.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Übergabe von zehn handgefertigten Decken aus dem Projekt „Mit Nadel und Faden gegen das Schweigen – Landfrauen schenken Wärme“. Die Decken wurden von den Landfrauen der Ortsgruppe Beseritz rund um Ortsgruppensprecherin Ulrike Legde an das Frauenschutzhaus des Vereins Quo Vadis e. V. übergeben. Geschäftsführerin Josefine Gombert nahm die Spende entgegen. Das Frauenschutzhaus in Neubrandenburg verfügt über zwölf Plätze, sodass die Decken den Bewohnerinnen unmittelbar zugutekommen.

Die Decken entstanden in gemeinschaftlicher Handarbeit. Seit August des vergangenen Jahres trafen sich die Landfrauen aus Beseritz einmal im Monat im Kirchen‑Café in Friedland, um gemeinsam an dem Projekt zu arbeiten. Neben den Landfrauen beteiligten sich auch zahlreiche handarbeitsbegeisterte Frauen aus der Region, denen das Thema besonders wichtig ist.

Zu Beginn der Initiative baten die Landfrauen im Gemeindebrief um Wollspenden. Die Resonanz war groß: Viele Menschen unterstützten die Aktion, sodass ausreichend Material für insgesamt zwanzig Decken zusammenkam. Während zehn Decken an das Frauenschutzhaus übergeben wurden, gehen weitere Decken an soziale Einrichtungen in der Region.

In seiner Begrüßung würdigte der 1. Stellvertreter des Landrates, Arne Kröger, das Engagement der Beteiligten und betonte: „Gleichberechtigung ist keine Selbstverständlichkeit.“ Gleichzeitig dankte er im Namen des Landrates allen ehrenamtlich Engagierten und Netzwerken, die sich für Frauen und ihre Rechte einsetzen.

Claudia Nielsen, Landesvorsitzende des LAND-FRAUENVERBAND M-V e.V. und Kreisvorsitzende des Landfrauenverein Mecklenburg-Strelitz e.V. , verwies in ihrem Beitrag auf die besondere Bedeutung von Aufmerksamkeit und gesellschaftlicher Sensibilität beim Thema häusliche Gewalt. „Häusliche Gewalt bleibt oft im Verborgenen, daher müssen wir besonders im ländlichen Raum aufmerksam sein“, betonte sie und rief dazu auf, Betroffene stärker zu unterstützen und hinzusehen.

Die Übergabe der Decken wurde von Ulrike Legde begleitet, die die Entstehung des Projektes und den starken Zusammenhalt der beteiligten Frauen schilderte.

Zum Abschluss der Veranstaltung unterstrich Gleichstellungsbeauftragte Anja Bugenhagen die Bedeutung gemeinsamer Initiativen: „Wir müssen auch unkonventionelle Wege gehen, um Gleichberechtigung im Alltag zu erreichen. Frauenrechte sind Menschenrechte.“

Das Hissen der Frauentags‑Flagge bildete den symbolischen Rahmen der Veranstaltung. Die darauf abgebildeten Werte stehen für Respekt, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.

Mit ihrem Projekt verbinden die Landfrauen praktische Unterstützung mit öffentlicher Aufmerksamkeit für das Thema häusliche Gewalt. Die handgefertigten Decken stehen dabei als Zeichen von Wärme, Zusammenhalt und gesellschaftlichem Engagement.